Umweltorganisationen fordern rasche Planung für dauerhafte Erhaltung des Bonner Nutzpflanzenlehrgartens

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Internationaler Dachverband der Ökolandbaubewegungen (IFOAM)
Slow Food Deutschland
Deutscher Naturschutzring
Dachverband Kulturpflanzen- und Nutztiervielfalt
BUND Kreisgruppe Bonn
Verein zur Erhaltung der Nutzpflanzenvielfalt

Bericht über das 6. Symposium Kulturpflanzen- und Nutztiervielfalt, 18.-20. November 2011 im Bienenmuseum Weimar

Weimar mit seiner landwirtschaftlichen Tradition, vor allem bei der Entwicklung der Imkerei und der Zwiebelzüchtung bildete den Rahmen des Symposiums; der erste Imkerverein in Europa wurde hier gegründet und etablierte das älteste Bienenmuseum Deutschlands.

Unterschriftensammlung für den Nutzpflanzengarten im Bonner Uni Campus Poppelsdorf

Im künftigen Campus Poppelsdorf der Universität Bonn soll der Teil des Nutzpflanzengartens, der die heimischen Nutzpflanzen beherbergt und eine wichtige Funktion als Lehrgarten hat, durch einen Fahrrad- und Fußweg verdrängt werden. Dieser Weg könnte aber genauso gut um den Garten herum führen – die Studierenden müssten höchstens 60 m weiter laufen oder Rad fahren.

Lobbybrief: Nein zu Futtermittelimporten von (Gen)-Soja

78 Prozent der Eiweißfuttermittel für die europäische Massentierhaltung stammen aus Importen. Der größte Teil davon ist gentechnisch verändertes Soja. Fleisch, Milch und Eier von Tieren, die mit gentechnisch verändertem Futter gefüttert wurden, sind nicht entsprechend gekennzeichnet.

Dem Anbau von Soja fallen biodiversitätsreiche Anbau- und Ökosysteme zum Opfer, was in den Herkunftsländern häufig zur Verdrängung kleinbäuerlicher Nahrungsproduzenten führt.

Deregulierung des Saatgutrechts der EU - für die Industrie oder für die Biologische Vielfalt? Rundbrief Forum Umwelt und Entwicklung 2/2011

Den Saatgutmarkt in der Europäischen Union betreffen Dutzende von Richtlinien. Ein wichtiges Ziel war bisher der Verbraucherschutz - gemeint sind die Landwirte."Better Regulation" soll den Durchblick schaffen und entbürokratisieren. Wer profitiert?

http://www.docs.forumue.de/rundbriefe/201102.pdf

Zulassungsbegrenzung/regionales Anbauverbot für gentechnisch veränderte Pflanzen

Das Aktionsbündnis Vielfalterleben sammelt seit dem 28. März Unterschriften für eine öffentliche Petition an den Deutschen Bundestag. Darin unterstützt die Initiative mit über 120 Partnern den Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW) bei seiner Forderung nach einem Anbau-Moratorium für Agro-Gentechnik. „Wir brauchen keine weitere Risiko-Technologie, bei der uns Agrar-Industrie und Politik heute erzählen, sie sei sicher und nötig für den Fortschritt“, so Petent Felix Prinz zu Löwenstein vom BÖLW.

6. Symposium Kulturpflanzen- und Nutztiervielfalt findet vom 18.-20. November 2011 statt

Das 6. Symposium Kulturpflanzen- und Nutztiervielfalt wurde vom 4. - 5. März 2011 auf den 18. – 20. November 2011 verschoben. Ort und Programm werden demnächst an dieser Stelle bekannt gegeben.

Bericht vom 5. Symposium Kulturpflanzen- und Nutztiervielfalt 26. bis 27. November 2010 in Königswinter bei Bonn

Nach einer Begrüßung durch Thomas Meier, Referat Biologische Vielfalt, Genetische Ressourcen und Biopatente des BMELV stellte Hans-Joachim Bannier, Pomologenverein, die Entwicklungen bei der Umsetzung der EU Obst-Richtlinie vor. Auf die Forderungen des Pomologenvereins und des Dachverbandes, denen sich weitere Organisationen angeschlossen haben, sind die staatlichen Stellen nach zahlreichen  Beratungen und Veranstaltungen, einschließlich mit Fraktionsvertretern des Bundestages, weitgehend eingegangen.

Frist abgelaufen: Gesucht gegen 250 Euro Belohnung: Kurzname und Logo

Die biologische Vielfalt in der Landwirtschaft stellt unser lebendes kulturelles Erbe dar. Sie sichert nicht nur die Grundlagen der menschlichen Ernährung, sondern sie ist außerdem wesentlich für das ökologische Gleichgewicht der Kulturlandschaften. Der Dachverband Kulturpflanzen- und Nutztiervielfalt e. V. hat sich daher zum Ziel gesetzt, einem weiteren Verlust dieser Vielfalt entgegen zu wirken.

Droht die Erhaltung landwirtschaftlicher Vielfalt in den Mühlen der Bürokratie zu ersticken?

Das Jahr 2010 wurde zum „Jahr der biologischen Vielfalt“ ausgerufen. Biologische Vielfalt umfasst auch biologische Vielfalt auf dem Acker, im Garten und auf der Obstwiese. Geht es jedoch um konkrete gesetzliche Rahmenbedingungen zur Förderung der Biodiversität landwirtschaftlicher Nutzpflanzen, tut sich die EU schwer, etwas gegen die Vorherrschaft der Saatgutkonzerne, deren Interessen noch immer die Saatgut-Gesetzgebung dominieren, zu unternehmen und konkrete Schritte zur Förderung von mehr Vielfalt landwirtschaftlicher Kulturen zu beschließen.